2. Bewusst-wie-Tag des CSR-Netzwerkes Dortmund

Viele Facetten der Nachhaltigkeit in Unternehmen aufgezeigt

Unter dem Leitthema „Nachhaltig Handeln“ lud der BEWUSST WIE e.V. Mitglieder und Interessierte am 21. Juni zum 2. BEWUSST WIE Tag ein. Auf dem Wilopark spannte sich der Themenbogen von Wasser als Lebensgrundlage über nachhaltige Finanzierung und Mobilität bis zur Wirtschaftsethik. Fast alle Referentinnen und Referenten kamen aus den Reihen des Vereins, dem mittlerweile über 70 Dortmunder Unternehmen angehören. Den musikalischen Rahmen bildete das 15-köpfige ukrainische Jugend-Streichensemble der Musikakademie Phoenix.

Moderiert von Folke Wölfer gestaltete sich der Tag abwechslungsreich und informativ. Der Fokus lag darauf, das Bewusstsein für die wirtschaftliche und globale Verantwortung der Unternehmen zu schärfen und anhand praktischer Beispiele zu erläutern.

Mit dem Auftakt durch Dr. Dirk Wittenberg, der unter anderem einen tragbaren Rucksack zur Wasseraufbereitung vorstellte, spannte sich der Bogen von innovativen Lösungen, die Wilo zur weltweiten Wasserversorgung und – aufbereitung im Angesicht globaler Herausforderungen beiträgt, bis zu der Beschreibung, wie beschwerlich das Leben ohne fließendes Wasser ist. Dazu nahm Neven Subotic das Publikum mit auf die Reise nach Afrika, wo seine Stiftung mit dem Bau von Brunnen einen wichtigen Beitrag zu globaler Gerechtigkeit leistet. Ricarda Pomper, Head of Corporate Social Responsibility bei Wilo, betont: „Trockenheit und Flutkatastrophen machen uns bewusst, wie privilegiert wir in Europa sind, und wie bedeutsam der Klimawandel für unsere Zukunft ist.“

Aus dem Profi-Sport stellte Marieke Köhler das CSR-Engagement des BVB 09 vor. Unternehmen, die sich neu mit dem Thema beschäftigen, macht sie Mut: „Nicht alle Anforderungen sind direkt zu erfüllen“.

Immer wieder lud Moderator Folke Wölfer von der KTDM Metropole Ruhr die Referentinnen und Referenten zu kleinen Talkrunden, hakte auch kritisch nach, wie im Gespräch mit Martin Sauer, der im Deutschlandachter Olympia-Gold gewann, bei der Frage, wie ein nachhaltiger Wechsel aus dem Profi-Sport in das weitere Erwerbsleben gelingt.  

Carsten Jäger und Niklas Betke skizzierten das Nachhaltigkeitskonzept der Dortmunder Volksbank, das sich an der UN-Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung orientiert. Das Wichtigste aus ihrer Sicht: „Konsequenz bei der eigenen Anlagestrategie und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf den Weg mitnehmen.“

Einen großen Schritt wagte die Signal Iduna Gruppe, die Anfang dieses Jahres mit einem nachhaltig orientierten Lebensversicherungs-Geschäftsmodell an den Markt ging. „Man ist aber nicht von heute auf morgen nachhaltig“, räumte Edzard Bennmann ein. Daher kompensiere der Versicherer seinen CO2-Fußabdruck auch durch den Kauf von Treibhausgas-Zertifikaten. Damit wird zum Beispiel Wald aufgeforstet.

Den ethischen Fragen der Nachhaltigkeit widmete sich Prälat Dr. Peter Klasvogt vom Sozialinstitut Kommende Dortmund. Für ihn ganz klar: Jedes Unternehmen müsse sich fragen, wie man den Menschen und das Gemeinwohl wieder stärker in den Mittelpunkt stellen könne. Dem schloss sich im gemeinsamen Gespräch auf der Bühne auch Dr. Kohler, Partner der Dortmunder Wirtschaftsprüfungskanzlei audalis Kohler Punge & Partner, an, der für ein ausgeprägteres ethisches Bewusstsein auch im Wirtschaftsleben plädierte.

Auf das Zukunftsthema „Neue Mobilität im Nahverkehr“ ging Bettina André vom Bereich Verkehrsplanung und -management bei DSW21 ein. Sie informierte zu new-Mobility-Konzepten, zu hybriden Bussen sowie zur Kreislaufwirtschaft.

Richard Schmidt stellte Wilos Wasserstoffstrategie vor, die in naher Zukunft eine ressourceneffiziente und fossilfreie Energieversorgung des Unternehmens ermöglichen wird.

Das musikalische Rahmenprogramm gestaltete die Musikakademie Phoenix. Sie unterstützt junge Musikerinnen und Musiker aus der Ukraine, die vor dem Krieg in ihrer Heimat geflohen sind und heute in dem Streichensemble spielen. Detlev Lachmann, Vorstandsvorsitzender des Bewusst wie e.V., bedanke sich mit einer Spende des Vereins in Höhe von 1500,00 Euro für den Auftritt und knüpft so an das humanitäre Engagement zum Jahresbeginn an.

Abgerundet wurde der Bewusst-wie-Tag mit Fitness-Checks und -Angeboten von Fit20, TSC Eintracht, Gesundes Management und Informationen zur Betrieblichen Gesundheitsförderung der Krankenkasse BIG direkt gesund. Wer mochte, konnte auf dem Segway Parcours von „Sanfte Touren“ sein Geschick testen oder zum Abschluss eines informativen Tages an der beeindruckenden Besichtigung der innovativen Wilo Smart Factory teilnehmen. 

„Unser 2. Bewusst-wie-Tag hat einen Überblick zu vielen Maßnahmen gegeben, die unsere Mitgliedsunternehmen bereits in Sachen Nachhaltigkeit ergriffen haben. Im besten Fall ist dies eine Anregung für andere Unternehmen, sich in diesem wichtigen Zukunftsfeld zu engagieren“, resümiert Detlev Lachmann und bedankt sich herzlich bei Wilo für die Gastfreundschaft und die wertvollen Impulse des global agierenden Dortmunder Unternehmens.

Weitere Veranstaltungen

Azubi – Save the Date

Mit Azubi-Fit die Ausbildungszeit gesund gestalten
Interaktiver Impuls-Vortrag als Einblick ins Azubi-Fit-Programm mit Dr. Herma Portsteffen.
8. Februar, Online-Termin, 10:30 und 15:30 Uhr
Zielgruppe: Auszubildene, Ausbildungsleiter:innen
„Mit dem Wissen über die richtige Ernährung liegt die Basis für den eigenen gesunden Lebensstil in deiner Hand. Wir machen das zusammen wirksam.“ Dr. H. Portsteffen

CSR aus der Praxis – DEW21

Verantwortlich handeln – klimaneutral werden

Die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21) sorgt dafür, dass Energie und Wasser sicher und zuverlässig fließen. Als Dortmunder Unternehmen ist für uns aber auch selbstverständlich, dass wir Verantwortung für unsere Stadt und die Region übernehmen. Wir sind fest in Dortmund verankert und möchten als Teil der Stadtgesellschaft eine lebenswerte Zukunft für heutige, aber auch zukünftige Generationen gestalten.

CSR aus der Praxis – GreenIT

„Für uns gehört Nachhaltigkeit zur Unternehmens-DNA. Dies haben wir direkt bei Unternehmensgründung im Jahr 2013 definiert. Für uns bedeutet es, nicht nur auf einen grünen Büroalltag bei uns achten, sondern auch unsere Kunden dabei zu unterstützen, ihre IT-Infrastruktur nachhaltig zu gestalten“ erklärt Thomas Lesser, Geschäftsführer bei GREEN IT.

Dabei achten wir nicht nur auf die umweltschonenden Aspekte, sondern legt viel Wert auf die Balance aus ökonomischer, ökologischer und sozialer Nachhaltigkeit.

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